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| Marienleben |
MarienlebenAls Marienleben bezeichnet man Darstellungen aus dem Leben der Gottesmutter in Bilderzyklen. Die einzelnen Themen variieren in den einzelnen Epochen und Gebieten.
Einzelne herausragende Darstellungen für die Kunstgeschichte sind:
- von Giotto (um 1305) in Padua, Arena-Kapelle
- von Domenico Ghirlandaio (um 1490) in Florenz, Santa Maria Novella
- Buxtehuder Altar von Meister Bertram (um 1390) in der Kunsthalle Hamburg
- Altartafeln des Kölner Meisters (um 1470) in München, Alte Pinakothek
- Holzschnitzfolge von Albrecht Dürer von 1501-1511
Die Szenen von der Kindheit Marias sind den Apokryphen entnommen, hauptsächlich dem Kindheitsevangelium des Jakobus, den Berichten des Neuen Testamentes und der Legenda Aurea und anderer Legendenliteratur.
Folgende Szenen kommen vor:
Aus den Kindheitserzählungen von Maria und Jesus:
- Ausweisung Joachims aus dem Tempel wegen Kinderlosigkeit
- Verkündigung an Joachim
- Vekündigung an Anna
- Begegnung unter der Goldenen Pforte (Tor in Jerusalem)
- Geburt der Maria
- Marias Tempelgang, sie kommt zu den legendären Tempeljungfrauen
- Verlobung mit Josef
- Mariä Verkündigung (Verkündigung des Engels Gabriel an Maria)
- Mariä Heimsuchung (Besuch Marias bei ihrer Verwandten Elisabet)
- Zweifel Josefs
- Weg nach Betlehem / Ankunft in Betlehem / Herbergssuche
- Geburt Christi
- Anbetung der Hirten
- Maria im Wochenbett
- Beschneidung Jesu
- Anbetung der Könige
- Darbringung Jesu im Tempel (= Darstellung des Herrn)
- Flucht nach Ägypten / In Ägypten / Rückkehr aus Ägypten
- Jesusknabe in Nazaret mit seine Eltern
- Jesu Kindheit
- Gang nach Jerusalem zum Wallfahrtsfest im Tempel
- Maria und Josef treffen sich, Jesus ist fort
- Auffindung im Tempel
- Jesus verlässt mit seinen Eltern den Tempel
Aus der Zeit des öffentlichen Wirkens Jesu, aus der Passion und den Auferstehungsberichten:
- Maria bei der Hochzeit zu Kana
- Maria am Kreuzweg
- Maria unter dem Kreuz
- Der Leichnam Jesu im Schoße seiner Mutter (Pieta)
- Maria mit den Jüngern bei der Himmelfahrt Christi
- Maria mit den Jüngern beim Pfingstfest
Aus den Überlieferungen über Maria nach dem Tode Christi:
- Ankündigung des Todes Marias
- Entschlafen Marias
- Die Apostel tragen den Leichnam Marias zum Grab
- Mariä Himmelfahrt
- Marias Krönung zur Himmelskönigin
siehe auch Maria von Nazaret, Maria und Marienverehrung
Kategorie:christliche Kunst
Kategorie:Apokryphen
Kategorie:Bibel
Kategorie:Maria
GiottoGiotto ist:
- der Name eines italienischen Malers: Giotto di Bondone
- eine Raumfahrtmission zum Halleyschen Kometen: Giotto (Sonde)
- ein Bildbearbeitungsprogramm für Hobbyastronomen
- ein Süßwarenprodukt des Unternehmens Ferrero
Santa Maria Novella
Die Basilica di Santa Maria Novella ist eine Kirche in Florenz; sie liegt im Nordwesten der Altstadt, an der Piazza Santa Maria Novella, fast unmittelbar neben dem Hauptbahnhof. Die Basilika wurde anstelle der Andachtsräume der Dominikaner von Santa Maria delle Vigne aus dem 10. Jahrhundert errichtet. Der Bau begann in der Mitte des 13. Jahrhunderts und dauerte bis in die Mitte des 14. Jahrhunderts.
14. Jahrhundert
Der Entwurf stammt von zwei Dominikanermönchen, Fra Sisto da Firenze und Fra Ristoro da Campi. Im Auftrag der Familie Rucellai entwarf Leon Battista Alberti die schwarz-weiße Marmorfassade der Kirche (1456-1470). Giorgio Vasari war der Architekt beim ersten Umbau der Kirche, bei dem der originale Lettner und die Galerie entfernt wurden. Der zweite Umbau wurde von Enrico Romoli geplant und zwischen 1858 und 1860 ausgeführt.
Das Innere ist als Lateinisches Kreuz in drei Schiffen gebaut. Das Mittelschiff ist 100 Meter lang. Unter den Kapellen sind die „Capella della Pura“, die Rucellai-Kapelle, die Bardi-Kapelle, die Filippo Strozzi-Kapelle und die Gondi-Kapelle.
Am Bau beteiligte Künstler waren:
- Baccio D'Agnolo - Holzschnitzereien
- Bronzino - das Wunder Jesu
- Filippo Brunelleschi - Das Kruzifix (zwischen 1410 und 1425)
- Tino da Camaino - Büste des Hl. Antoninus (Terrakotta); das Grab des Bischofs von Fiesole
- Nardo di Cione – Fresken vom Jüngsten Gericht
- Duccio - Rucellai-Madonna
- Lorenzo Ghiberti – Grabstein für Leonardo Dati (1423)
- Domenico Ghirlandaio - Fresken (spätes 15. Jahrhundert)
- Filippino Lippi – Fresken in der Strozzi-Kapelle
- Benedetto da Maiano - das Grab des Filippo Strozzi (1491)
- Tommaso Masaccio - Die Dreifaltigkeit
- Nino Pisano - Madonna mit Kind
- Rossellino - Beata-Villana-Monument (1451)
- Paolo Uccello – Fresken im Kloster
- Giorgio Vasari - Madonna im Rosengarten (1568)
Website
- [http://giubileo.comune.fi.it/musei/smnovella/lingue/eng/welcome.html Santa Maria Novella, Museum und Kloster]
Kategorie:Kirchengebäude in Italien
Kategorie:Florenz
Meister BertramBertram von Minden auch bekannt als Meister Bertram ( - um 1340 in oder bei Minden/Westfalen; † 1414 oder 1415 in Hamburg) war ein Maler der Gotik. Der Ortsteil Bierde von Petershagen an der Weser gilt auch als Geburtsort von Meister Bertram.
Petershagen
Seine genaue Lebenszeit und Herkunft ist zwar unbekannt, doch vermutet man, dass er eine höhere Ausbildung am Hofe von Karl IV. in Prag genossen hat.
1367 wurde er als Bertram Pictor aufgeführt, in Hamburg als Meister bis 1410. Er beeinflusste die norddeutsche Malerei sehr und brachte seine Kenntnisse über die italienische Malerei ein, die er in Prag kennengelernt hatte.
Bertrams Hauptwerk, der Grabower Altar (seit 1900 im Besitz der Hamburger Kunsthalle), der ursprünglich als Hochaltar für St. Petri in Hamburg bestellt war, zeichnet sich durch malerische und ikonographische Eigenständigkeit aus und bemüht sich durch Hell-Dunkel-Abstufungen um Räumlichkeit.
Der 1394(?) wohl für die Hamburger St.-Johannes-Kirche angefertigte Passionsaltar (heute im Landesmuseum Hannover) zeigt Ansätze zu einem neuen Stil.
Weblinks
Bertram, Meister
Bertram, Meister
Bertram, Meister
Bertram, Meister
Bertram, Meister
Kunsthalle Hamburg
Die Hamburger Kunsthalle ist eine bedeutende Kunstsammlung in Hamburg.
Sie ist in zwei miteinander verbundenen Gebäuden zwischen dem Hauptbahnhof und der Alster auf der ehemaligen Bastion Vincent der Hamburger Wallanlagen untergebracht. Die gesamte Ausstellungs- und Veranstaltungsfläche beträgt mehr als 13.000 Quadratmeter. Ein traditioneller Schwerpunkt der Sammlung ist das 19. Jahrhundert. Außerdem verfügt das Museum über Abteilungen für Alte Meister und die Moderne. Der Kunst der Gegenwart ist ein ganzer Gebäudekomplex gewidmet. Das Kupferstichkabinett umfasst über 100.000 Blätter.
Geschichte und Gebäude
Hamburger Bürger, Mitglieder des 1817 gegründeten Kunstvereins, postulierten 1846 die Anforderungen für ein Kunstmuseum in Hamburg. Die Stadt überließ ein Grundstück, auf dem die Architekten Georg Theodor Schirrmacher und Hermann von der Hude 1863 bis 1869 die Kunsthalle als einen Backsteinbau errichteten. Diesen erweiterte Fritz Schumacher 1912 - 1921 um einen Anbau aus Muschelkalkstein, mit der heute für den Bau charakteristischen Kuppel.
1995 wurde das Haus um die Galerie der Gegenwart, einem nach Plänen von Oswald Mathias Ungers in hellem Sandstein errichteten Quader, erweitert.
In den ersten Jahren war die Sammlung geprägt von Schenkungen im Geschmack der Zeit.
Oswald Mathias Ungers
Alfred Lichtwark
Erst durch seinen ersten Direktor, Alfred Lichtwark, der 1886 seine Tätigkeit aufnahm, entstand eine systematisch aufgebaute Sammlung. „Wir wollen nicht ein Museum, das dasteht und wartet, sondern ein Institut, das thätig in die künstlerische Erziehung unserer Bevölkerung eingreift.“
Es entstand eine Sammlung mittelalterlicher Kunst in Hamburg mit Werken der Meister Bertram und Francke.
Der Schwerpunkt der Erwerbungen lag bei der zeitgenössischen Kunst des 19. Jahrhunderts. Hierzu zählen Werke von Max Liebermann, mit dem Lichtwark befreundet war, Lovis Corinth, Anders Zorn, Edouard Vuillard, Pierre Bonnard und anderen, die Ansichten der Stadt malten. Theodor Hagen war mit mehreren Hafenbildern vertreten. Er machte das Werk von Philipp Otto Runge und vor allem von Caspar David Friedrich einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Mit Adolf Menzel und Wilhelm Leibl wurden weitere Werke zeitgenössischer Maler gezielt erworben.
Aus mehreren Vermächtnissen entstand eine Sammlung niederländischer Maler und das Kupferstichkabinett. Die Begeisterung für die französischen Impressionisten wird dem Einfluss von Max Liebermann zugeschrieben.
In seine Amtszeit fällt auch der Erwerb von 2499 Münzen und Medaillen, die teilweise im Münzkabinett ausgestellt sind.
Gustav Pauli
Unter Lichtwarks Nachfolger Gustav Pauli, der 1914 von der Bremer Kunsthalle kam, wurde der Bestand des Kupferstichkabinetts wissenschaftlich aufgearbeitet. Die Sammlung wurde um die Künstler des Expressionismus, wie Oskar Kokoschka und Franz Marc erweitert. Vierundsiebzig Kunstwerke wurde 1937 als entartete Kunst von den Nationalsozialisten beschlagnahmt.
nach 1945
Nachfolger Paulis waren Carl Georg Heise (1946-1956), Alfred Hentzen (1956-1969), Werner Hofmann (1969-1990) und seit 1990 Uwe M. Schneede.
Ausstellungen
In der neueren Zeit wurden zahlreiche Ausstellungen, mit denen auch Ergänzungen der hamburger Bestände gezeigt werden, regelmäßig durchgeführt. Weitere Künstlerräume für zeitgenössische Künstler wurden geschaffen.
Mit Übernahme der Fläche des Theaters in der Kunsthalle (tik) wurde eine weitere Aussstellungsfläche geschaffen, die als Hubertus-Wald-Forum genutzt wird.
Uwe M. Schneede
Galerie der Gegenwart
1995 wurde der Erweiterungsbau direkt am Beginn der Lombardsbrücke nach Entwürfen von Oswald Mathias Ungers fertiggestellt. Hier wird die Kunst der Moderne und Werke der Pop Art in wechselnden Ausstellungen gezeigt. 1961 bis 1963 war hier der Komplex von Kunsthaus und Kunstverein entstanden, der mittlerweile abgerissen ist.
Weblinks
- [http://www.hamburger-Kunsthalle.de Homepage der Kunsthalle]
Hamburg
Kunsthalle
ja:ハンブルク美術館
Albrecht Dürer
Albrecht Dürer ( - 21. Mai 1471 in Nürnberg; † 6. April 1528 ebenda) war Maler, Grafiker und Kunsttheoretiker von europäischem Rang. Dürer war ein großer Künstler zur Zeit des Humanismus und der Reformation.
Leben
Bis zur Selbständigkeit 1497
Reformation
Albrecht Dürers Vater, der ebenfalls Albrecht hieß, kam 1455 aus Ungarn nach Nürnberg und übte hier den Handwerksberuf eines Goldschmieds aus. 1467 heiratete er Barbara Holper, die Tochter seines Nürnberger Meisters. Von den 18 Kindern dieser Ehe wurde Albrecht am 21. Mai 1471 als drittes Kind geboren. Seit 1475 lebte die Familie Dürer in einem eigenen Haus unterhalb der Burg (Burgstr.27: Eckhaus der Gasse unter der Vesten/(Obere) Schmiedgasse).
In früher Jugend nahm ihn der Vater in seine Werkstatt, um ihn gleichfalls zum Goldschmied auszubilden. Aus diesen Lehrjahren stammen sein Brustbild, das er 1484 nach dem Spiegel auf Pergament zeichnete (jetzt in der Albertina in Wien) und eine Madonna mit zwei Engeln von 1485 (Berliner Kupferstichkabinett).
Ende 1486 bis 1490 lernte und arbeitete er bei dem Nürnberger Maler Michael Wolgemut; Indizien sprechen dafür, dass Dürer an den Entwurfsarbeiten zur Schedelschen Weltchronik (erschienen 1493) beteiligt war. Daneben bildete sich Dürer auch anhand zeitgenössischer Kupferstiche (z. B. Martin Schongauer).
Martin Schongauer
Ostern 1490 bis Pfingsten 1494 begab sich Dürer auf Wanderschaft an den Oberrhein; der genaue Weg dieser ersten von drei größeren Reisen zeit seines Lebens ist unbekannt. Möglicherweise war er zunächst in den Niederlanden oder am Mittelrhein, bevor er sich 1492 im Elsaß aufhielt, wo er in Colmar nicht mehr den am 2. Februar 1491 verstorbenen Martin Schongauer antraf; dann wandte er sich nach Basel.
1494 heiratete er die wohlhabende und schöne Agnes Frey († 1539), eine Nürnberger Bürgerstochter. In der Folgezeit bis 1500 schuf er eine Serie von kleinen Landschaftsaquarellen mit Nürnberger Motiven bzw. mit Motiven von Stationen seiner Venedig-Reise, die er in der ersten Hälfte des Oktober 1494 antrat. Im Mai 1495 kehrte er zurück nach Nürnberg.
1497 bis 1505
Er machte sich 1497 selbständig. In diese erste Periode seines Künstlerlebens fallen vorwiegend Porträts und einige Selbstportäts: das Bildnis seines Vaters (1497) in London (National Gallery), sein Selbstporträt (1498) im Prado in Madrid, das des Lindauer Kaufmanns Oswald Krell (beschriftet "Oswolt Krel. 1499") in München (Bayerische Staatsgemäldesammlung), sein Selbstporträt (1500) ebenfalls in München, Bildnis Friedrichs des Weisen (1494/97) in der Berlin (Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz) u. a. Von 1500 stammt auch der kleine Christus am Kreuz in der Dresdener Galerie, ein Bildchen von unvergleichlicher Feinheit der Ausführung, und aus derselben Zeit ein Altarwerk ebenfalls in Dresden ("Die sieben Schmerzen Mariä" und Maria das Kind anbetend, Mitteltafel in München), der "Dresdner Altar" sowie der Altar in Ober-St.Veit bei Wien mit der Kreuzigung Christi.
Die Haupttätigkeit widmete er jedoch dem Kupferstich und dem Vorlagenzeichnen für den Holzschnitt. Besonders den Kupferstich erprobte er schon sehr frühzeitig; das erste datierte Blatt ist von 1497, dem aber gewiss schon verschiedene vorangegangen waren. Aus dieser Zeit stammen ferner: die Offenbarung Johannis (1498), eine Folge von 16 Holzschnitten; Adam und Eva (1502), ein Kupferstich.
Dürers Verbindung zum Humanismus kommt u.a. in den Illustrationen zur Conrad Celtis' Schrift "Quatuor libri Amorum (1502) zum Ausdruck, der seinerseits Dürer zuvor bereits als zweiten Apelles gepriesen hatte.
Reise nach Venedig (1505 bis 1506)
Conrad Celtis
Im Jahr 1505 unternahm er eine zweite Reise nach Venedig, wo damals die größten Renaissancemaler der venezianischen Schule, Tizian, Giorgione, Palmavecchio tätig waren; vor allen aber beeindruckte ihn Giovanni Bellini, den er in einem Brief als den "pest in gemell" (Bester in der Malerei) pries. Wenn ihn sein ernstes Studium, sein Fleiß und seine Einsicht schon früher in der Heimat den Wert der Korrektheit der Zeichnung und eine wahre Naturauffassung schätzen lehrten, so sah er hier eine ungeahnte Kraft und Tiefe des Kolorits, die nachhaltig auf ihn einwirkten.
Die deutschen Kaufleute zu Venedig bestellten für die Bartholomäuskirche ein großes Bild, das Rosenkranzfest, welches Kaiser Rudolf II. später für eine große Summe erwarb und von vier Männern nach Prag tragen ließ, wo es sich jetzt in der Národni Galerie (Nationalgalerie) befindet (zuvor im dortigen Kloster Strahow). Es stellt eine Krönung der Madonna durch zwei Engel dar. Die Jungfrau reicht dem Kaiser, das Christuskind dem Papst Rosenkränze, ebenso der heilige Dominik und mehrere Engel den Umstehenden. In dem durch Übermalung sehr verdorbenen Bild ist der venezianische Einfluss deutlich zu erkennen. Obgleich Dürer in Venedig hohe Anerkennung fand und der Rat von Venedig ihm einen Jahresgehalt von 200 Dukaten anbot, wenn er sich in der Stadt dauernd niederlassen wolle, trat er doch im Spätherbst 1506 die Rückreise in seine Vaterstadt an.
1506-1514
Ab 1509 ist Dürer Genannter des Größeren Rats in Nürnberg und so kann man davon ausgehen,
dass er maßgeblich an der Planung künstlerischer Projekte der Stadt beteiligt war.
Gemälde
1506
1506
Von den ersten Werken Dürers nach seiner Rückkunft von Italien sind zu nennen: das Bildnis eines jungen Mannes (1507) im Kunsthistorischen Museum in Wien; 1507 schuf er die Aktbilder von Adam und Eva, die sich im Prado befinden. In den Jahren 1507 und 1508 beschäftigte ihn ein Gemälde, das vom Kurfürsten Friedrich dem Weisen von Sachsen für die Kollegiatkirche in Wittenberg bestellt, die Marter der zehntausend Christen unter dem Perserkönig Sapor zum Gegenstand hat und sich jetzt im Kunsthistorischen Museum in Wien befindet.
Heller-Altar Nach dessen Beendigung arbeitete Dürer an seiner berühmten Himmelfahrt und Krönung der Maria, welche der Patrizier Jakob Heller in Frankfurt am Main als Altarblatt für die dortige Dominikanerkirche bestellt hatte (Heller-Altar). Das Bild brachte dem Dominikanerkloster, dessen Insassen es gegen eine Vergütung anschauen ließen, eine reiche Einnahme. Nachdem Kaiser Rudolf vergeblich 100.000 Gulden dafür geboten hatte, wurde es 1613 von dem nachmaligen Kurfürsten Maximilian I. von Bayern für 1000 Joachimsthaler erworben, ging aber bei dem großem Brand des Münchener Schlosses 1673 zu Grunde. Eine Kopie von Paul Juvenel befindet sich im Saalhof zu Frankfurt am Main neben den noch erhaltenen Flügeln (heute Historisches Museum). Hier gelangt Maria aus dem irdischen Leben durch Engel getragen in die himmlische Glorie. Gott-Vater und -Sohn empfangen sie liebevoll und setzen ihr die himmlische Krone auf; die Apostel sehen erstaunt auf das leere Grab. Dürer hat sich selbst in den Mittelgrund der Landschaft dargestellt, er stützt sich auf eine Tafel, worauf zu lesen ist: "Albertus D. Alemanus faciebat post Virginis partum 1509". Die Altarflügel sind Werkstattarbeiten.
1511 bis 1513 malte er die repräsentativen Kaiserbilder für die Stadt Nürnberg; die Bilder sind ausnahmsweise unsigniert. Mit diesen Bildern wollte die Stadt offensichtlich ihren Anspruch auf die Aufbewahrung der Reichskleinodien untermauern; Karl der Große wird im kaiserlichen Ornat dargestellt, mit dem Schwert in der Rechten und dem Reichsapfel in der Linken, und Kaiser Sigismund als Gegenstück (beide Bilder befinden sich heute in Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum).
Image:Albrecht Dürer 047.jpg|Karl der Große, 1511-13
Image:Albrecht Dürer 082.jpg|Kaiser Sigismund, 1511-13
Germanisches Nationalmuseum
Aus den Jahren 1509/16 (1511?) stammt das berühmte Bild auf Holz: Die Anbetung der heiligen Dreifaltigkeit (sog. Allerheiligenbild), ursprünglich für die Kapelle des Landauer Brüderhauses gemalt, später (um 1600) vom Nürnberger Rat dem Kaiser Rudolf überlassen, jetzt im Kunsthistorischen Museum in Wien, ein in der Komposition reiches, in der Ausführung meisterhaftes Gemälde. Am unteren Rand hat sich Dürer als kleinformatige Ganzfigur selbst dargestellt, eine antikisierende Tafel mit lateinischer Inschrift haltend.
Graphische Werke
Während dieser Jahre veröffentlichte Dürer außer vielen kleineren Arbeiten in Kupferstich und Holzschnitt drei große Reihenfolgen von Holzschnitten, welche von des Künstlers reicher Erfindungsgabe Zeugnis ablegen und zu dem Besten gehören, was wir von Dürer besitzen. Es sind dies:
- Die kleine Passion (1509 und 1510), ursprünglich in 37 Blättern;
- Die große Passion (1510), die sich in Darstellung und Format wesentlich von der kleinen verschieden und aus 11 Darstellungen aus dem Leben des Heilands und einem Titelblatt besteht;
- Das Leben der Maria (1510 und 1511) in 20 Darstellungen.
Holzschnitt
Ferner sind aus dieser Periode noch zu nennen:
- Die heilige Dreieinigkeit (Holzschnitt, 1511)
- Die Messe des heiligen Gregor
- Der heilige Christoph
- Die heilige Familie mit Mutter Anna
- Joachim mit dem Rosenkranz.
Damals machte Dürer auch Versuche, mit der trockenen Nadel auf Kupfer zu ritzen; so entstanden Die heilige Veronika von 1510, Der Leidensheiland und der büßende Hieronymus, beide von 1512. Von dieser Zeit an wiegen überhaupt die Arbeiten Dürers in Holzschnitt und Kupferstich vor, und man begegnet seltener Gemälden von seiner Hand. Von letzteren kennt man aus dem Jahr 1512 das kleine Bild der heiligen Jungfrau mit dem nackten Kind auf den Armen, eine angeschnittene Birne haltend (im Schloss Belvedere zu Wien). In dasselbe Jahr fällt zum großen Teil eine Reihenfolge von kleinen Kupferstichen, die eine dritte Darstellung der Passion umfassen. Auch erhielt Dürer einen Freibrief von seinem Gönner Kaiser Maximilian zum Schutz vor der Nachbildung seiner Holzschnitte und Kupferstiche. Als hervorragende Werke aus dem Jahr 1512 sind noch zu erwähnen die Stiche: Maria auf der Rasenbank, Christus der Dulder, beides Nadelarbeiten; der heil. Hieronymus in der Felsenschlucht vor dem Betpult. Aus den folgenden Jahren stammen seine berühmten Stiche: Ritter, Tod und Teufel, Der heilige Hieronymus im Gehäus (1514) Melencolia I (1514), sowie vielleicht das ursprünglich für die Nürnberger Katharinen-Kirche bestimmte, jetzt in der Münchener Pinakothek befindliche Altarblatt der Geburt Christi mit den beiden Paumgartner. Seit 1515 sind auch Eisenradierungen von Dürer überliefert.
Verbindung zu Kaiser Maximilian I.
radierung
radierung
Dürer hat mehrfach im Auftrag des Kaisers Maximilian I.
gearbeitet. Seit spätestens 1510/11 gab es wohl Verbindungen, die eventuell Willibald Pirckheimer
angebahnt hatte. Alle Werke dienten zumindest mittelbar dem Ehrengedächtnis und dem Ruhm
des Kaisers - neben Dürer waren in diesem Sinne z.B. die Künstler Hans Burgkmair,
Schäufelein und Beck oder auch Albrecht Altdorfer, Lukas Cranach und Jörg Breu tätig.
Fechtbuch; Hieroglyphen des Horapollon (Pirckheimer!);
Der Triumph (Ehrenpforte und Großer Triumphwagen), für den Dürer und dessen Werkstatt-Mitarbeiter
Hans Springinklee und Wolf Traut den größten und bedeutendsten Teil zu liefern hatte (die
Beschriftungen sind Johann Neudörffer zu verdanken); das für den St. Georgenorden bestimmte
Gebetbuch.
Zu dieser Zeit entstanden parallel aber auch die Kupferstiche Ritter, Tod und Teufel
(1513), Hl. Hieronymus im Gehäus und Melencolia I (1514) oder die Kohlezeichnung der
alten Mutter, 2 Monate vor ihrem Tod († 1514).
1518 bis 1520
Er widmete sich intensiv den theoretischen Arbeiten wie beispielsweise der Proportionslehre.
Im Sommer 1518 war er als Vertreter der Stadt Nürnberg auf dem Reichstag in Augsburg,
wo er Jakob Fugger und andere bedeutende Persönlichkeiten im Werk verewigte.
Reformation und Bekanntschaft mit Schriften Luthers, "der mir aus grossen
engsten geholfen hat".
Reise in die Niederlande (1520-1521)
Vom 12. Juni 1520 ab begab sich Dürer mit seiner Frau über Bamberg, Frankfurt, Köln nach Antwerpen und anderen niederländischen Städten, von wo er erst im Herbst des folgenden Jahres zurückkam. Die Reise, namentlich in den Niederlanden, war ein wahrer Triumph, überall wurde der Meister auf das glänzendste gefeiert; der Antwerpener Magistrat bot ihm vergeblich einen Jahresgehalt von 300 Gulden, ein schönes Haus zum Geschenk, freien Unterhalt und außerdem Bezahlung aller seiner öffentlichen Arbeiten an, um ihn zum ständigen Verbleiben in Antwerpen zu bewegen. Fürsten, fremde Botschafter, Gelehrte, so Erasmus von Rotterdam, und Künstler ehrten ihn und zogen ihn in ihre Gesellschaft. Der neugewählte Kaiser Karl V. bestätigte ihm die früher gewährten Privilegien (dies war der eigentlich Zweck der Reise) und bezeigte ihm außerdem seine Gunst in vollstem Maß. Von hoher Bedeutung für ihn waren der Anblick der niederländischen Kunstschätze und die Bekanntschaft mit den hervorragendsten dortigen Künstlern. Sein während dieser Reise geführtes Tagebuch ist im Schriftlichen Nachlaß hg. von Rupprich greifbar. Auch eine große Anzahl Bildnisse von Geistlichen, fürstlichen Personen, Künstlern etc. sind ein Ergebnis seiner niederländischen Reise. Am 2. Juli 1521 trat er die Rückreise an.
Nach seiner Heimkehr in die Vaterstadt widmete sich Dürer wieder mit rastlosem Eifer der künstlerischen Tätigkeit. In den Jahren 1520/21 leitete er die Ausschmückung des Rathauses (heute verloren, in Nachzeichnungen von 1530 in Wien, Albertina, überliefert); das Programm für die Fassadenmalereien hatte Pirckheimer entworfen.
1520 ff.
Vom Jahr 1526 besitzt die Alte Pinakothek in München zwei monumentale Tafeln, die zu den bedeutendsten Werke des Künstlers gehören: die lebensgroßen Figuren der Apostel Paulus und Petrus und der Evangelisten Markus und Johannes (Seitenstücke), zugleich die vier Temperamente verbildlichend (siehe Temperamentenlehre). Diese Tafeln hatte Dürer ursprünglich der Stadt Nürnberg geschenkt und sie waren im dortigen Rathaus aufgehängt. Aus dem Jahr 1526 stammt auch das Ölbild des Hieronymus Holzschuher in Berlin (Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz), das beste aller Bildnisse von der Hand Dürers, und ferner das Bildnis Jakob Muffels (ebenfalls in Berlin).
Image:Albrecht_Dürer_026.jpg|Johannes und Petrus, 1526
Image:Albrecht_Dürer_027.jpg|Markus und Paulus, 1526
In den letzten Jahre widmete sich Dürer vermehrt der Kunsttheorie; dabei kommt er zu Einsichten, die durchaus denen der Italiener widersprechen.
Tod, Grab und Nachleben
Seit der Niederlande-Reise unter den Folgen einer Malaria-Erkankung leidend, starb Dürer
überraschend am 6. April 1528, kurz bevor er 57 Jahre alt geworden wäre.
Die Symptome seiner Malaria-Erkrankung - unter anderem eine starke Milzvergrößerung - schilderte er auch seinem Arzt, wie seine Skizze im Brief an ihn zeigt. Dürer zeigt darauf auf seine (vergrößerte) Milz. Er schreibt "Da wo der gelbe Fleck [Anatomisch der vergrößerten Milz (sog. Splenomegalie) entsprechend] ist ..."
Dürer zeigt auf seine Milz.
Bis zu seinem Tod war er produktiv tätig, wobei er wohl zuletzt an der Vorbereitung zum Druck einer
theoretischen Hauptschrift zur Proportionslehre arbeitete.
Nicht weit entfernt von dem Grab seines Freundes Wilibald Pirckheimer ruhten die irdischen Reste Dürers auf dem Johannisfriedhof zu Nürnberg lange unter einer einfachen Metallplatte, welche sein Schwiegervater Frey für sich und seine Familie errichten ließ; erst Joachim von Sandrart bis 1681 das verfallene
Grab aufs neue errichteten (Nr.649).
Ihm zu Ehren wurden im 19.Jh. Denkmäler aufgestellt und seine Büste in die Walhalla aufgenommen.
Bild:Nuernberg-joh-kirchhof-duerer-v-o.jpg|Dürergrab auf dem Johannisfriedhof von O (2004-01-07); im Hintergrund Chor der Kirche St. Johannis
Bild:Nuernberg-duererstadtbild-v-sso.jpg|Dürer-Denkmal auf dem Albrecht-Dürer-Platz, Standbild in Bronze, nach einem Modell von Christian Daniel Rauch von Jakob Daniel Burgschmiet 1849 gegossen, von SSW (2003-12-10)
Stand- und andere Denkmale
- 1821, Albrecht-Dürer-Brunnen in Nürnberg (Maxplatz) nach Entwurf von Carl Alexander von Heideloff in klassizistischen Formen. Zugleich ein Denkmal für Willibald Pirckheimer.
- 1840, Statue für Nürnberg nach Entwurf von Christian Daniel Rauch, ausgeführt von Jacob Daniel Burgschmiet
Kunsthistorische Würdigung Albrecht Dürers
Jacob Daniel Burgschmiet
Dürer hat für die Entwicklung des Holzschnittes und Kupferstiches Bedeutendes geleistet. Den Holzschnitt hat er aus dem "Dienst der Buchillustration" befreit und ihm den Rang eines eigenständigen Kunstwerks verliehen, das dem gemalten Bild an die Seite gestellt werden konnte.
Dürer schuf eine reichhaltige Skala zwischen Dunkel und Hell, und
führte den Holzschnitt so formal in die Nähe des Kupferstichs.
Wie den Holzschnitt, so perfektionierte und revolutionierte Dürer auch die Techniken des Kupferstichs.
Er wurde durch Blätter wie "Ritter, Tod und Teufel" und "Melencolia I" in ganz Europa bekannt. Dürer hat genau wie Tizian, Michelangelo und Raffael die Bedeutung der Druckgrafik darin gesehen, den eigenen künstlerischen Ruf zu verbreiten und durch den Vertrieb zu Einnahmen zu kommen. Dürer hat seine druckgraphischen Zyklen im eigenen Verlag verlegt und über den Buchhandel vertrieben. Der Vertrieb druckgrafischer Blätter hatte auch zur Folge, dass neue künstlerische Entwicklungen schnell und gleichmäßig in ganz Europa Verbreitung fanden.
Neben seinem künstlerischen Schaffen schrieb Dürer auch Werke über das Perspektivproblem in der Malerei, darunter Underweysung der Messung, und betätigte sich auch mit der Befestigung von Städten. Ein wichtiger Ratgeber war ihm hierbei der römische Architekt und Architekturtheoretiker Vitruv mit seinen zehn Büchern de ArchitecturaAuch auf dem Gebiet der Bauplanung war er tätig: Auf seine Pläne hin wurde die Stadtmauer von Ulm zu Beginn des 16. Jahrhunderts neu errichtet.
Nach Fedja Anzelewsky, Albrecht Dürer: Werk und Wirkung, elektron. Ausg. 1999
(Vier Bücher von menschlicher Proportion):
»Dann warhafftig steckt die kunst inn der
natur / wer sie herauß kann reyssen der hat sie /
vberkumbstu sie / so wirdet sie dir vil fels nemen in
deinem werk vnd durch die Geometria magstu deins
wercks vil beweyssen.« Nach Anzelewsky ist das Wort "kunst" in diesem
Zusammenhang als Gesetzmäßigkeit zu verstehen und mithin spricht sich Dürer hier
nicht für ein Schaffen nach Prinzipien des späteren Naturalismus aus.
Dürers Mitarbeiter
Heute geht man davon aus, dass Dürer nicht wirklich Schüler angenommen und ausgebildet hat;
vielmehr war es offensichtlich so, dass er relativ eigenständige Maler bzw. Zeichner in seine
Werkstatt als Gesellen aufnahm und diese sich weiterentwickeln ließ.
Als Mitarbeiter Dürers gelten Hans Baldung genannt "Grien" (seit 1503 Geselle
in der Werkstatt, bis spätestens 1508), Barthel Beham,
Sebald Beham,
Georg Pencz,
Hans Schäufelin (seit 1503 Geselle),
Hans Springinklee und
Hans Suess von Kulmbach.
Es gibt Indizien, dass Matthias Grünewald von Dürer abgewiesen wurde.
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Siehe auch: Dürer-Attentäter (Hans-Joachim Bohlmann), Albrecht-Dürer-Haus, Kunstverein Nürnberg
Werke (Auswahl)
Bildnerische Werke
Graphische Werke
- Große Passion Christi und Apokalypse, 1496-1498, Holzschnittfolgen
Die drei Meisterstiche:
- Ritter, Tod und Teufel, 1513, Kupferstich
- Der heilige Hieronymus im Gehäus, 1514, Kupferstich
- Melencolia I, 1514, Kupferstich
Dürer werden etwa 20 Exlibris zugeschrieben. Das bekannteste ist wohl davon das für seinen Freund W. Pirckheimer.
Gemälde
Exlibris
Exlibris
- Bildnis des Albrecht Dürer des Älteren (Florenz, Uffizien), 1490; Vater.
- Bildnis der Barbara Dürer, geb. Holper (Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum, Gm 1160), um 1490-1493; Mutter.
- Büßender Hieronymus (z.Zt. Cambridge), um 1494/97.
- Männliches Bildnis vor grünem Grund (Kreuzlingen), ca. 1497.
- Selbstporträt (Madrid, Museo del Prado), 1498.
- Bildnis des Oswolt Krel (München, Alte Pinakothek), 1499. Siehe auch: Abbildung in der Wikipedia.
- Bildnis Elsbeth Tuchers (Kassel, Staatliche Museen Kassel, Gemäldegalerie Alte Meister), dat. 1499, Lindenholz 29,1 x 23,3 cm.
- Selbstporträt (München, Alte Pinakothek), 1500.
- Anbetung der Könige (Florenz), dat. 1504.
- Das Rosenkranzfest (Prag, Národni Galerie/Nationalgalerie), dat. 1506, urspr. in Venedig, S. Bartolomeo.
- Die Madonna mit dem Zeisig (Berlin, Staatliche Museen), 1506.
- Bildnis eines jungen Mannes (Wien, Kunsthistorisches Museum), 1507.
- Marter der zehntausend Christen (Wien, Kunsthistorisches Museum), 1507.
- Heller-Altar (Frankfurt am Main, Historisches Museum), 1508/09; Mitteltafel verbrannt, urspr. in Frankfurt, Dominikanerkirche.
- Anbetung der heiligen Dreifaltigkeit (sog. Allerheiligenbild) (Wien, Kunsthistorisches Museum, Inv.Nr. 838), 1511
- Die Kaiserbilder:
- Kaiser Karl der Große (Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum, Gm 167, Leihgabe der Stadt Nürnberg), 1511/12, 187,7 x 87,6 cm; ein Idealbildnis.
- Kaiser Sigismund (Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum, Gm 168, Leihgabe der Stadt Nürnberg), 1512/13, 188,3 x 87,5 cm.
- Bildnis Michael Wolgemuts (Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum, Gm 885, Leihgabe der Bayerischen Staatsgemäldesammlung seit 1911), 1516.
- Bildnis Kaiser Maximilians I. (Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum, Gm 169), 1519.
- Hl. Hieronymus, (Lissabon), 1521
- Maria mit Kind, eine Birne haltend (Florenz, Galleria degli Uffizi), 1526.
- Bildnis Johannes Kleberger (Wien, Kunsthistorisches Museum), 1526
- Sog. Vier Apostel (München, Alte Pinakothek), 1526.
- Bildnis Hieronymus Holzschuher, 1526.
Aquarelle
Bildnis Hieronymus Holzschuher
Bildnis Hieronymus Holzschuher
- Das Tal bei Kalchreuth (Berlin), 1500.
- Weiher im Walde (London), 1495.
- Ein junger Feldhase, (Wien, Albertina), 1502.
- Großes Rasenstück, Wasserfarbe und Gouache, (Wien), 1503.
Literarische Werke und Schriften
- Lehrbuch der Malerei, ab 1500, von diesem Werk sind nur geringe Teile überliefert.
- Vnderweysung der messung mit dem zirckel vnd richtscheyt (= Underweysung der Messung mit dem Zirkel und Richtscheyt), Nürnberg 1525 (bei Hieronymus Andreae).
- Etliche vnderricht, zu befestigung der Stett, Schloß vnd Flecken, Nürnberg 1527 (bei Hieronymus Andreae).
- Hierinn sind begriffen vier bücher von menschlicher Proportion, Nürnberg 1528 (bei Hieronymus Andreae), die postum erschienene Proportionslehre. Die lateinische Übersetzung von Joachim Camerarius d. Ä. erschien 1532 unter dem Titel De Sym[m]etria partium in rectis formis hu[m]anorum corporum.
Maßgebliche Ausgabe der Schriften, Tagebücher etc.:
- Hans Rupprich (Hg.), Dürer. Schriftlicher Nachlaß, 3 Bde., Berlin 1956-1969:
- Bd. 1: 1956
- Bd. 2: 1966
- Bd. 3: 1969
Nachlass
Das Manuskript der Proportionslehre befindet sich in Dresden.
British Museum: 1 Band Zeichnungen und 4 Bände Manuskripte.
Zu Dürers schriftlichem Nachlass vgl. Hans Rupprich,
Dürers schriftlicher Nachlaß und seine Veröffentlichung, in:
Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums 1940-1953 (1954), S.7-17.
Ausstellungen (Auswahl)
- 21. Mai 1971 - 1. August 1971 Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum: 1471 Albrecht Dürer 1971.
- 23. Juli 2000 - 17. September 2000 Nürnberg, Stadtmuseum: Albrecht Dürer - ein Künstler in seiner Stadt.
- 5. September - 8. Dezember 2003 Wien, Albertina: Albrecht Dürer.
- 20. November 2004 - 23. Januar 2005 Aachen, Suermondt-Ludwig-Museum: Apelles des Schwarz-Weiss.
- 8. März 2005 - 29. Mai 2005 Madrid, Museo del Prado: Durero - Obras Maestras de la Albertina.
Literatur
Werkverzeichnisse
- Fedja Anzelewsky: Albrecht Dürer. Das malerische Werk, 2 Bde., 2. neubearb. Aufl., Berlin 1991 (zuerst 1971); mit maßgeblicher Zählung [nicht eingesehen].
- Rainer Schoch, Matthias Mende, Anna Scherbaum (Hrsg.): Albrecht Dürer: Das druckgraphische Werk.
- Bd. I: Kupferstiche, Eisenradierungen und Kaltnadelblätter, München 2001.
- Bd. II: Holzschnitte und Holzschnittfolgen, München 2002.
- Bd. III: Buchillustrationen, mit Beiträgen von Berthold Hinz und Peter Schreiber, München 2004.
Monographien, Ausstellungskataloge und CD-ROMs
- Erwin Panofsky, Das Leben und die Kunst Albrecht Dürers, ins Deutsche übersetzt von Lise Lotte Möller, München 1977 (erste engl. Ausgabe: 1943).
- Albrecht Dürer. 1471/1971, München 1971; Kat. Nürnberg.
- Matthias Mende (Hg.): Albrecht Dürer - ein Künstler in seiner Stadt, Nürnberg 2000.
- Mark Lehmstedt (Hg.), Albrecht Dürer: Das Gesamtwerk, CD-ROM, Berlin 2004 (= Digitale Bibliothek; 28); enthält auch:
- Fedja Anzelewsky, Albrecht Dürer: Werk und Wirkung, Stuttgart: 1980 (elektron. Ausg. 1999);
- Albrecht Dürer: Schriften und Briefe, herausgegeben von Ernst Ullmann und Textbearbeitung von Elvira Pradel, Leipzig: Reclam Verlag Leipzig, 1993.
Aufsätze
- Hess, Daniel: Dürers Selbstbildnis von 1500 - "Alter Deus" oder Neuer Apelles?, in: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg Bd. 77. 1990, S. 63ff.; online: http://mdz1.bib-bvb.de/cocoon/mvgn/Blatt_bsb00000993,00071.html
Lexikonartikel etc.
- Allgemeine Deutsche Biographie (ADB), Bd. 5, S.475-485 (Woltmann, Alfred); Faksimile: http://aronsson.se/adb/5/475 ; sowie im Pirckheimer-Artikel http://aronsson.se/adb/26/812 f.
- NDB, Bd.4, S. 164-169 (Jantzen, Hans).
- [http://susi.e-technik.uni-ulm.de:8080/Meyers2/seite/werk/meyers/band/5/seite/0243/meyers_b5_s0243.html Dürer, Albrecht], in: Meyers Konversationslexikon, 4. Aufl. 1888-90, Bd. 5, S. 243 ff.
Weblinks
- [http://www.pinakothek.de/alte-pinakothek/sammlung/kuenstler/kuenstler_inc.php?inc=kuenstler&which=850 Albrecht Dürer - Alte Pinakothek München]
- [http://www.igor-schestkow.de/de/texte Albrecht Dürer - Dürers Melancholie mit den Augen eines Russen]
- [http://www.malarze.walhalla.pl/galeria.php5?art=36 Art Gallery - Albrecht Dürer]
Sammlungen digitaler Reproduktionen
- http://artroots.com/art/art22_index.html 7 Selbstportaits
- http://www.wga.hu/html/d/durer/index.html - Web Gallery of Art
- [http://www.ghdot.de/hasennbg.htm Bilder vom großen Hasenstück in Nürnberg - August 2003]
Durer, Albrecht
Durer, Albrecht
Durer, Albrecht
Durer, Albrecht
Durer, Albrecht
ja:アルブレヒト・デューラー
ko:알브레히트 뒤러
ApokryphenAls apokryphe Schriften, oder Apokryphen (von griechisch απόκρυφο, Plural απόκρυφα [βιβλια] - verborgen, hier zu verbergende Bücher, nicht zum Gottesdienstgebrauch zugelassen) werden Schriften bezeichnet, die eine gewisse Ähnlichkeit mit biblischen Schriften aufweisen, die aber (für viele der betroffenen Schriften im Konsens fast aller christlichen Konfessionen) nicht dem biblischen Kanon zugerechnet werden. Es wird unterschieden zwischen Apokryphen des Alten Testaments und Apokryphen des Neuen Testaments.
Worauf man sich im Einzelnen bezieht, wenn man von "Apokryphen" ohne nähere Bestimmung spricht, hängt vom Kontext und der konfessionellen Zugehörigkeit ab.
Apokryphen des Alten Testaments
Bezogen auf das Alte Testament ist sowohl der Sprachgebrauch als auch die Liste der als kanonisch beurteilten Bücher in den verschiedenen christlichen Konfessionen unterschiedlich.
Ursache hierfür ist die Orientierung der Übersetzung der Bibel durch Luther an den hebräischen Quellen-Texten der Bibel, während die katholische und die orthodoxe Kirche sich beide auf die Septuaginta beziehen.
Damit reduziert sich der Umfang der Bücher des AT für die evangelischen Kirchen auf diejenigen, die auch das Judentum als kanonisch anerkennt, die sonstigen Texte und Bücher, die nicht hebräisch verfasst sind oder deren hebräisches Original nicht erhalten blieb, gelten fortan als apokryph. Texte, die zwar einen bibelnahen Charakter haben, aber weder im hebräischen Kanon noch in der Septuaginta aufgenommen sind (z. B. Äthiopischer Henoch), werden von protestantischen Autoren als Pseudepigraphen (lügnerische Zuschreibungen) bezeichnet.
In der lateinischen, westlichen Kirche war die Diskussion um den Kanon des Alten Testaments um die Mitte des 4. Jahrhunderts im Grunde abgeschlossen und ist bis heute der in der katholischen Kirche gültige Kanon. Nach den Lehrentscheidungen einiger regionaler Konzilien (u. a. 3. Konzil von Karthago, 397) und des Unionskonzils von Florenz (1442) wurde schließlich auf dem Konzil von Trient für die katholische Kirche der Kanon verbindlich festgelegt. Schriften der Septuaginta, die nicht im hebräischen Kanon enthalten sind, aber von der katholischen Kirche dem Kanon zugerechnet werden, bezeichnen katholische Autoren als deuterokanonische Schriften. Sie sind im katholischen Verständnis vom gleichen Rang wie alle übrigen Bücher der Bibel.
Als neutraler Ausdruck für die von der katholischen oder orthodoxen Kirche als kanonisch anerkannten Schriften der Septuaginta außerhalb des jüdischen Kanons wird z.T. Spätschriften des Alten Testaments verwendet.
Diese Spätschriften des Alten Testaments sind in vielen Bibelausgaben enthalten.
Bei den Spätschriften nach dem Kanon der Septuaginta handelt es sich im Einzelnen um:
- Buch Judit
- Tobit (nach Luther 'Tobias')
- Baruch
- Brief des Jeremias (in der Vulgata = Kapitel 6 des Buches Baruch)
- Jesus Sirach
- Buch der Weisheit
- 1. Makkabäer
- 2. Makkabäer
- 3. Makkabäer
- 4. Makkabäer
- 3. Esra
- 4. Esra
- Gebet des Manasse
- Psalm 151
- Zusätze zum Buch Ester
- Zusätze zum Buch Daniel
3. und 4. Esra, 3. Makkabäer und 4. Makkabäer, das Gebet des Manasse und der 151. Psalm gehören nicht zum katholischen Kanon. Sie, wie weitere spätere Teile der Septuaginta (Psalmen Salomos) und allgemein alle Bücher außerhalb des Kanons, die von ihrem Charakter her biblischen Anspruch erheben und dem Alten Testament zuzurechnen wären, werden von katholischen Autoren Apokryphen des Alten Testaments genannt.
Die Ostkirche betrachtet im allgemeinen auch 3. Esra, 3. Makkabäer und den 151. Psalm als voll kanonisch; 4. Makkabäer erscheint oft als Anhang in den Bibeln, 4. Esra nur teilweise und nur in den slawischen Kirchen. Ähnlich wie es in der lateinischen Kirche vor dem Konzil von Trient der Fall war, gibt es aber in der Ostkirche bis heute keine abschließende oder allgemeinverbindliche Festlegung des Kanons. Die dem orthodoxen Kanon zugerechneten, im hebräischen Kanon nicht enthaltenen Schriften werden Anaginoskomena genannt.
Apokryphen des Neuen Testaments
Als Apokryphen des Neuen Testaments werden Schriften bezeichnet, die nach ihrem Anspruch und ihrer Anlage neutestamentlichen Büchern entsprechen wollen, meist unter dem Namen eines Apostels veröffentlicht wurden (auf dem Wege der Pseudepigraphie), jedoch keine Aufnahme in den Kanon irgendeiner Kirche gefunden haben.
Entstanden sind sie mehrheitlich wohl im 2. bis 4. Jahrhundert. Einige neutestamentarische Apokryphen jedoch könnten vergleichbar alt wie die kanonisierten Evangelien sein. So wird seit dem Religionswissenschaftler Helmut Koester vielfach angenommen, dass das apokryphe Evangelium von Thomas (dem Zwilling) in Teilen schon im ersten Jahrhundert verfasst wurde.
Es gibt, im Gegensatz zu den Alttestamentlichen Apokryphen, keine formal abgeschlossene Liste. Beispiele für neutestamentliche Apokryphen sind:
- Hebräerevangelium
- Thomasevangelium
- Philippusevangelium
- Matthiasevangelium
- Judasevangelium
- Petrusevangelium
- Nikodemusevangelium
- Evangelium der Wahrheit
- Evangelium der Maria
- Interrogatio Johannis
- Geheimes Markus-Evangelium
- Kindheitsevangelium nach Thomas
- Ägypterevangelium
- Apostelgeschichte des Andreas
- Pseudo-Matthäus-Evangelium
- Nazaränerevangelium
- Apostelgeschichte des Petrus
- Apostelgeschichte des Paulus
- Apostelgeschichte des Thomas
- Apokalypse des Petrus
- Apokalypse des Paulus
- Apokalypse der Maria
- Brief des Barnabas
- Johannäischer Schriftenkreis, zu dem teilweise auch die Offenbarung des Johannes und das Johannesevangelium gezählt werden
Viele dieser Texte sind nicht vollständig im Original erhalten sondern nur in Fragmenten, teilweise ist sogar nur der Titel überliefert. Von einigen (koptischen) Texten, z.B. vom Thomas-Evangelium, wurden jedoch Abschriften bzw. Handschriften in einem großen Krug unter einem Felsbrocken in der Nähe eines Klosters bei Nag Hammadi entdeckt.
Von den Apokryphen abzugrenzen sind die Schriften der apostolischen Väter, d. h. Schriften von Schülern der Apostel ab Ende des 1. bis ungefähr Mitte des 2. Jahrhundert. Dies sind in erster Linie Briefe, deren Autorschaft und Angaben gewöhnlich als historisch zuverlässig angesehen werden und die einen Einblick in die Verhältnisse in den Gemeinden des 2. Jahrhunderts geben, wenn sie auch nicht als Teil der Bibel gelten:
- 1. Clemensbrief (an die Korinther), soweit nicht als Teil der Bibel betrachtet
- Polykarpbrief (an die Philipper)
- Ignatiusbriefe
Nicht zu den neutestamentlichen Apokryphen gezählt werden Texte, die historisch nicht in den ersten Jahrhunderten nachgewiesen sind (durch Textfunde oder Zitate bei Kirchenvätern), ungeachtet ihres Anspruchs, biblische Offenbarungen oder Texte zu sein, z.B. das Barnabasevangelium, die Offenbarungen Jakob Lorbers oder das Buch Mormon.
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Viele andere Religionen haben ebenfalls nichtkanonische, aber dennoch bedeutsame Schriften, im Judentum etwa die Haggada.
Weiterführende Information
Literatur
- Weidinger, Erich: Die Apokryphen – Verborgene Bücher der Bibel. ISBN 3-86047-474-X (Apokryphen des alten und neuen Testaments)
- Schneemelcher, Wilhelm: Neutestamentliche Apokryphen in deutscher Übersetzung. 2 Bde. ISBN 3-16-147252-7 (Ausführliche Beschreibungen)
- Klaus Berger, Christiane Nord: Das Neue Testament und frühchristliche Schriften. ISBN 3458169709 (Deutsche Übersetzung der Texte)
- Lührmann, Dieter: "Die apokryph gewordenen Evangelien". ISBN 9004128670 (Studien zu neuen Fragmenten)
- Ceming Katharina/Werlitz Jürgen: Die verbotenen Evangelien (Apokryphe Schriften) ISBN 3-937715-51-7
Weblinks
- [http://www-user.uni-bremen.de/~wie/nt-apokrypha.html Neutestamentliche Apokryphen Homepage] (Thomasevangelium, Petrusevangelium, Das Geheime Evangelium des Markus, Das Egerton Evangelium, Das Proto-Evangelium des Jakobus u.a.)
- [http://wwwuser.gwdg.de/~rzellwe/nhs/node1.html] Gnostische Texte von Nag Hammadi, darin viele apokryphe Texte
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Kategorie:Bibel
Kategorie:Jüdische Theologie
ja:外典
ko:경외성서
Legenda aureaDie Legenda aurea, die Goldene Legende, ist eine von Jacobus de Voragine (um 1230-1298, Dominikanermönch, von 1292 bis zu seinem Tod 1298 Erzbischof von Genua) verfasste Sammlung von Legenden, Lebensgeschichten Heiliger in volkstümlicher lateinischer Sprache. Er schuf damit das populärste und am weitesten verbreitete religiöse Volksbuch des Mittelalters.
Jacobus de Voragine ordnete den Stoff in seinem Werk nach dem Kirchenjahr. Den großen Festen Weihnachten, Epiphanie, Ostern, Christi Himmelfahrt und Pfingsten widmete er ausführliche eigene Darstellungen und erklärte dazu die Bedeutung der kirchlichen Jahreszeiten und liturgischer Bräuche. So konnte dieses Buch ebenso als Anleitung zur Besinnung an Festtagen wie als tägliche erbauliche Lektüre dienen.
Gleich nach ihrem Erscheinen trat diese Legendensammlung einen einzigartigen Siegeszug durch das ganze Abendland an, schon 1282 ist eine Handschrift in Deutschland nachweisbar. Jacobus' Sammlung wurde in vielen Ländern übersetzt und oft durch lokale Legenden erweitert, womit sie fast auf das Doppelte ihres ursprünglichen Umfangs anwuchs. Wahrscheinlich war das Werk zu seiner Zeit weiter verbreitet als die Bibel.
Seine Quellen waren unter anderem die Bibel, die Apokryphen, zahlreiche Akten sowie überlieferte Geschichten.
Kategorie:Volksbuch
Kategorie:Legende
Mariä VerkündigungVerkündigung des Herrn, auch Mariä Verkündigung, ist ein Fest am 25. März, das in allen christlichen Konfessionen gefeiert wird.
Inhalt des Festes
25. März
An diesem Tag feiert die Kirche, was im Lukasevangelium 1,26-38 berichtet wird: Der Engel Gabriel kommt zu Maria nach Nazaret und kündigt ihr die Geburt ihres Sohnes Jesus durch die Kraft des Heiligen Geistes ohne Mitwirkung eines Mannes an. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden (Lk 1,35). Diese Ankündigung ist zugleich als Moment der Empfängnis verstanden (daher Lk 1,39-43), nach dem biblischen Grundsatz: Wenn Gott spricht, geschieht, was er sagt (vgl. Schöpfungsgeschichte). Maria antwortet mit ihrem Ja.
Das Festdatum ist vom liturgischen Datum der Geburt Jesu, dem 25. Dezember, abgeleitet (neun Monate vorher). Trotz seiner Nähe zu Karfreitag und Ostern hat der Tag weihnachtlichen Charakter. Er betrachtet die wirkliche Menschwerdung des Gottessohnes.
Das Fest in den Konfessionen
Die katholische Kirche begeht seit 1969 den 25. März als Hochfest. Wenn er in die Karwoche oder in die Osteroktav fällt, wird das Fest am Montag nach dem Weißen Sonntag nachgeholt. Die zentrale Bedeutung dieses Heilsereignisses kommt auch im Angelus zum Ausdruck, der die Verkündigung des Herrn zum Betrachtungsgegenstand hat.
In der orthodoxen Kirche zählt das Fest zu den zwölf Hauptfesten.
Auch die lutherische Kirche verzeichnet das Datum in ihrem Kalender, Martin Luther bezeichnete es als "eins der fürnehmsten Feste". Johann Sebastian Bach schrieb mehrere Kantaten für diesen Tag.
In der anglikanischen Kirche wird das Fest ebenfalls gefeiert.
Weblinks
- [http://alt.bibelwerk.de/bibel/nt/luka001.htm#a25 Die biblische Erzählung: Lk 1,26-38]
-
- [http://www.erzabtei-beuron.de/schott/proprium/Maerz25.htm SCHOTT-Messbuch: 25. März - Verkündigung des Herrn]
- [http://www.people.freenet.de/sehnde-kath/B_Verkuendigung_des_Herrn_.htm Lied]
Kategorie:Kirchenjahr
Kategorie:Maria
Mariä Heimsuchung
Am Fest Mariä Heimsuchung gedenkt die katholische sowie teilweise die anglikanische und die lutherische Kirche der Episode, die im Lukasevangelium (1,39-56) im Anschluss an die Verkündigungsszene erzählt wird: Maria macht sich auf den Weg, um ihre Verwandte Elisabet zu besuchen (= "Heimsuchung") und die Freude mit ihr zu teilen. Elisabet, selbst im sechsten Monat schwanger (s. Johannes der Täufer), grüßt sie mit den Worten: "Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Gesegnet bist du unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes". Maria antwortet mit ihrem berühmten Loblied, dem Magnificat.
Das alte Datum dieses Festes ist der 2. Juli. 1263 wurde das Fest vom Ordensgeneral der Franziskaner Bonaventura für seinen Orden eingeführt. Durch das schnelle Wachsen des Ordens fand es in der ganzen Westkirche rasch Verbreitung. Unter Papst Pius V. wurde der Festtag am 2. Juli in den allgemeinen römischen Kalender aufgenommen. Da der 2. Juli nach dem Geburtsfest Johannes des Täufers (24. Juni) liegt, zog die nachkonziliare Liturgiereform das Fest auf den 31. Mai vor, sodass es zugleich zum Abschluss des traditionellen Marienmonats wurde. Der deutsche Regionalkalender verzeichnet es weiterhin am 2. Juli.
Johann Sebastian Bach komponierte für dieses Fest die Kantate "Herz und Mund und Tat und Leben" BWV 147 mit der berühmten Choralbearbeitung "Wohl mir, dass ich Jesum habe".
Weblinks
- [http://alt.bibelwerk.de/bibel/nt/luka001.htm Das erste Kapitel des Lukasevangeliums]
-
- [http://people.freenet.de/sehnde-kath/Heimsuchung_.htm Lied]
Kategorie:Neues Testament
Kategorie:Kirchenjahr
Kategorie:Maria
Geburt ChristiDie Geburt Christi meint die Geburt des Jesus Christus, der nach christlicher Überzeugung vom Augenblick der Empfängnis zugleich "wahrer Gott und wahrer Mensch" war. Diese Menschwerdung Gottes wird an Weihnachten (25. Dezember) gefeiert. Die Ostkirche dagegen feiert Epiphanie erst am 6. Januar.
Ikonographie
In der Kunst wird das Thema der Geburt Christi oft dargestellt. Das Motiv befindet sich bereits in den frühchristlichen Katakomben Roms. Die vermutlich älteste Darstellung aus dem 3. Jahrhundert wird in der Priscilla-Katakombe gezeigt. Ferner erscheint das Motiv in der römischen Kirche Santa Maria Maggiore im Mosaik des Triumphbogens aus dem 5. Jahrhundert.
Bei der traditionellen Darstellung der Geburt Christi gibt es wesentliche Unterschiede zwischen der Ost- und der Westkirche:
- In der Ostkirche wird die Geburt Christi nur zweidimensional auf Ikonen dargestellt, die Westkirche kennt sowohl dreidimensionale Weihnachtskrippen wie auch Gemälde.
- In der Ostkirche findet die Geburt Christi in einer Höhle statt, in der Westkirche in einem Stall.
- In der Ostkirche ist Maria liegend dargestellt, als die Mutter, die geboren hat, in der Westkirche oft auf den Knien das Jesuskind anbetend.
- In der Ostkirche ist das Jesuskind gewickelt dargestellt, in der Westkirche oft nackt.
Besonders beliebt waren Darstellungen der Geburt Christi ab dem Mittelalter. Der heilige Franz von Assisi hatte in Greccio zum Weihnachtsfest 1223 eine erste lebende Weihnachtskrippe installiert.
Auf mittelalterlichen Flügelaltären ist häufig die Darstellung der Geburt Christi zu sehen: die Futterkrippe mit dem "Jesuskind" im Vordergrund, daneben die Gottesmutter Maria und gegenüber oder etwas im Hintergrund der Ziehvater Josef der Zimmermann. Meistens sind außer der Heiligen Familie auch singende Engel sowie Ochs und Esel abgebildet. Diese Darstellungen sind zumeist stark beeinflußt von den Visionen der Birgitta von Schweden. Am Ende der Weihnachtszeit, die einst bis "Maria Lichtmeß" am 2. Februar dauerte, wurden die Flügel dieser Altäre, die zuweilen auch "Mariä Verkündigung" und die "Heiligen Drei Könige" zeigen, eingeklappt.
Siehe auch: Zeitrechnung - Weihnachtsgeschichte
Kategorie:Christentum
Darstellung des Herrn
Darstellung des Herrn (auch „Lichtmess“) ist der auf den 2. Februar fallende vierzigste Tag nach Weihnachten, der in allen christlichen Konfessionen gefeiert wird.
Inhalt des Festes
Nach biblischer Vorschrift galt die Frau nach Geburt eines Knaben 40 Tage und eines Mädchens 80 Tage als unrein (3. Mose 12,1-8). Als Reinigungsopfer hatte sie dem Priester ein Schaf und eine Taube zu übergeben.
Zudem wurde der erstgeborene Sohn in Erinnerung an die Pascha-Nacht als Eigentum Gottes angesehen (2. Mose 13,2.15) und ihm im Tempel übergeben („dargestellt“), wo er durch ein Geldopfer (4. Mose 18,16) bzw. Tierersatzopfer (3. Mose 12,6-8) auszulösen war.
Das Lukasevangelium berichtet, dass der Knabe Jesus gemäß dieser Gesetzesvorschrift von Maria und Josef zum Tempel gebracht wird und das vorgeschriebene Opfer gereicht wird (Lk 2,22-24). Dort erkennen ihn Simeon und Hanna als Erlöser. Simeon sagt prophetische Worte und stimmt seinen Lob- und Sterbegesang Nunc dimittis (Lukas 2,29-32) an.
Das Fest in den Konfessionen
Nunc dimittis
Die katholische Kirche feiert den Tag in Aufnahme vorchristlichen Brauchtums mit Kerzenweihe und Lichterprozession (vgl. Lk 2,32).
Von den geweihten Kerzen erwartete man vielfach eine Unheil abwendende Wirkung. Dieses Motiv des Lichtmesstages verband sich mit dem so genannten Blasiussegen, der meist im Anschluss an die Liturgie des 2. Februar gespendet wird; sein eigentliches Datum ist der 3. Februar (Tag des hl. Blasius von Sebaste). Lange wurde der marianische Inhalt des Festes betont („Mariä Lichtmess“). Seit der Liturgiereform ist die offizielle Bezeichnung „Darstellung des Herrn“. Der Tag hat im Allgemeinen Römischen Kalender den Rang eines Festes.
Die orthodoxe Kirche nennt das Fest Apante (Begegnung). Sie betont den Aspekt der Begegnung des Erlösers mit den Frommen seines Volkes, die ihn erwarten.
Auch die lutherische Kirche behielt das Datum in ihrem liturgischen Kalender. Johann Sebastian Bach schrieb mehrere Kantaten für diesen Tag. Allerdings wird er heute nur noch in relativ wenigen lutherischen Gemeinden gottesdienstlich begangen.
In der anglikanischen Kirche wird das Fest ebenfalls gefeiert.
Die Kelten zelebrierten zu dieser Zeit im Februar "Imbolc". Das keltische Imbolc-Fest ist der Brigid gewidmet und wurde als Frühlingsanfang gefeiert.
Verschiebung des Datums
Ursprünglich wurde Mariä Lichtmess am 14. Februar gefeiert, was einem Abstand von 40 Tagen zum 06. Januar entsprach.
Nachdem das Weihnachtsfest aber auf den 24./25. Dezember vorverlegt wurde, wanderte auch dieses Fest vor, auf den 02. Februar.
Das "frei" gewordene Datum wurde dann zum Valentinstag.
Zitat
Traditionell heißt es, dass ab dem 02. Februar wieder bei Tageslicht zu
Abend gegessen werden kann:
Mariä Lichtmess, spinne vergess', bei Da ze Nacht gess' heißt daher ein Spruch im Pfälzischen.
Weblinks
- [http://alt.bibelwerk.de/bibel/nt/luka002.htm#a20 Die biblische Erzählung: Lk 2,21 ff.]
-
- [http://www.erzabtei-beuron.de/schott/proprium/Februar02.htm SCHOTT-Messbuch: 2. Februar - Darstellung des Herrn]
- [http://www.people.freenet.de/sehnde-kath/E_Darstellung_des_Herrn_.htm Lied zum Fest]
Kategorie:Weihnachten
Kategorie:Kirchenjahr
Kategorie:Maria
Hochzeit zu Kana
]]
Die Hochzeit zu Kana ist eine Erzählung aus der Bibel. Sie ist der Ort und Anlass, bei dem Jesus Christus Wasser in Wein verwandelt hat. Sie findet sich im Neuen Testament ausschließlich im Johannesevangelium in Kapitel 2.
Es handelte sich dabei um das erste in den Evangelien erwähnte Wunder, das Jesus wirkte. Es diente vor allem dazu, den erst kurz zuvor berufenen Jüngern Jesu zu demonstrieren, dass er von seinem Vater, Gott, zu besonderen Fähigkeiten ermächtigt worden war. Zeugin des Wunders war auch Jesu Mutter Maria.
Die Situation ist in mehrfacher Weise prekär, da Kana aus damaliger jüdischer Sicht im Ausland lag, und weil zum Zeitpunkt des Wunders dem Gastgeber der Wein bereits ausgegangen war, aber das Substitut von deutlich besserer Qualität war als der zuvor ausgeschenkte Wein.
Das Weinwunder wird gerne als Beispiel dafür angebracht dass die Bibel den Alkoholverzicht nicht fordert.
Kana ist nicht zu verwechseln mit dem historischen Land Kanaan.
Siehe auch
- Portal:Bibel
- Die Hochzeit zu Kana (Veronese)
Weblinks
- [http://www.combib.de/bibel/lb/joha2.html Die Hochzeit zu Kana in der modernen Bibelübersetzung Hoffnung für alle]
- [http://www.combib.de/bibel/ue/joha2.html Die Hochzeit zu Kana in der unrevidierten Elberfelder-Bibelübersetzung]
Kategorie:Bibel
Himmelfahrt Christi
Christi Himmelfahrt (schweiz. Auffahrt) bezeichnet die Rückkehr des Jesus von Nazareth zu seinem Vater im Himmel und zugleich ein christliches Hochfest 40 Tage nach Ostern, das immer auf einen Donnerstag fällt.
In den lukanischen Schriften des Neuen Testamentes wird in Lukas 24, 50-52 und Apostelgeschichte 1, 1-11 dargestellt, der auferstandene Christus habe sich vierzig Tage lang von seinen Jüngern wiederholt sehen lassen und sei dann in den Himmel auf den Platz zur Rechten Gottes erhoben worden. Die übrigen Evangelisten kennen die Himmelfahrt als Ereignis nicht, wohl aber den Heimgang Jesu zum Vater.
Der Glaube an die Himmelfahrt wird in frühchristlichen Texten und Glaubensbekenntnissen bezeugt, z.B. bei Polykarp von Smyrna, Justin und Irenäus von Lyon. Der Glaube an die Himmelfahrt wird auch ausgedrückt in dem alten römischen Glaubensbekenntnis des dritten Jahrhunderts, dem Vorläufer des Apostolischen Glaubensbekenntnisses von 325 und des nicänischen Bekenntnisses von 381:
:er ist am dritten Tag auferstanden nach der Schrift
:und aufgefahren in den Himmel.
:Er sitzt zur Rechten des Vaters
:und wird wiederkommen in Herrlichkeit
:zu Richten die Lebenden und die Toten;
:seiner Herrschaft wird kein Ende sein.
Das Fest der Himmelfahrt Christi ist seit 370 bezeugt. Gemäß den lukanischen Texten ist der Termin vierzig Tage nach Ostern, also der Donnerstag nach dem 5. Sonntag nach Ostern bzw. zehn Tage vor Pfingsten.
Die neun Tage zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten sind die Zeit der Pfingstnovene, in der besonders um die Herabkunft des Heiligen Geistes gebetet wird.
Drei Tage vor Christi Himmelfahrt finden in katholischen Gegenden die Bitttage statt.
Im katholischen barocken Brauchtum, das in einigen Gegenden (z. B. im bayerischen Mittenwald) noch geübt wird, wurde die Statue des Auferstandenen an Christi Himmelfahrt durch das Heiliggeistloch auf den Kirchenspeicher gezogen. Des weiteren finden die sogenannten "Bittprozessionen" an den 3 Tagen, Montag bis Mittwoch, vor Christi Himmelfahrt statt. Diese Prozessionen dienten früher dazu, für eine gute Ernte zu bitten, weshalb sie um die Felder der Gemeinden oder von Ort zu Ort führten.
Christi Himmelfahrt ist Gesetzlicher Feiertag in Deutschland, der Schweiz sowie Österreich. In Italien (Ascension) wurde der Feiertag vor einigen Jahren abgeschafft und auf den darauffolgenden Sonntag verlegt.
Im außerkirchlichen Bereich entwickelte sich der Feiertag zum Vatertag.
Datumsübersicht bis 2015
Jeweils Donnerstag, der:
Literatur
- Friedrich Benesch: Das Ereignis der Himmelfahrt Christi, Die vierzig Tage. Urachhaus, 1997, ISBN 3878382855
- Hermann Kirchhoff: Christi Himmelfahrt bis Sankt Martin im christlichen Brauchtum. Kösel, München, 1986, ISBN 3466362563
Weblinks
[http://www.katholisch.de/2548_4734.htm katholische Kirche im Internet: Christi Himmelfahrt]
Siehe auch: Kirchenjahr, Mariä Himmelfahrt, Fronleichnam, Öschprozession
Kategorie:Ostern
ja:昇天祭
Wecken - Wecken ist eine andere Bezeichnung für Brötchen.
- Mit Wecken wird auch der Vorgang bezeichnet, einen Menschen aus dem Zustand des Schlafes in den Zustand der Wachheit zu überführen. Es existieren mehrere Formen des Weckens, sie lassen sich durch den Weckreiz (z.B. akustischer oder optischer Reiz) und durch die Technik klassifizieren. Bekanntes technisches Hilfsmittel des Weckens ist der sogenannte Wecker.
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